Wieland Förster
Wieland Förster (1930) ist ein deutscher Bildhauer, Zeichner, Maler und Schriftsteller. Förster begann 1944 eine Ausbildung zum technischen Zeichner. 1946 wurde er wegen angeblichen Waffenbesitzes zu zehn Jahren Haft in Bautzen verurteilt, von der er 1950 amnestiert wurde. Anschließend arbeitete er von 1950 bis 1953 als technischer Zeichner und Rohrleger, bevor er 1953 sein Studium an der Hochschule für Bildnde Künste dresden bei Walter Arnold, Hans Steger und Gerd Jaeger begann. 1958 beendete er das Studium und begann als freischaffender Künstler in Dresden tätig zu sein. Von 1959 bis 1961 war er Meisterschüler an der Deutschen Akademie der Künste bei Fritz Cremer. Ab 1961 war er freischaffend in Berlin tätig. Von 1968 bis 1972 verhängten staatliche Stellen der DDR aus ideologischen Gründen ein Ausstellungsverbot. Förster war von 1978 bis 1990 Vizepräsident der Akademie der Künste und 1996 Gründungsmitglied der Sächsichen Akademie der Künste in Dresden. Er lebt und wirkt in Berlin und Wensickendorf.
Die Stadt Frankfurt (Oder) erwarb die Große Badende (gestohlen) sowie mehrere Plastiken zum Thema Penthesilea. In den 1970er-Jahren beauftragte die Stadt den Künstler mit der Schaffung einer Skulptur zu Kleist und in den 1980er-Jahren mit der Schaffung einer Plastik für die Gedenkstätte, die den Opfern des Faschismus gewidmet ist. Die Stadt entschied sich jedoch gegen die AUfstellung der Plastik im öffentlichen Raum und lagerte sie ein, bis zu ihrer Aufstellung 1995 an der Gedenk- und Dokumentationsstätte „Opfer politischer Gewaltherrschaft“.