Kunst(wettbewerbe) ab 1990
Sowohl in der DDR als auch in der BRD wurde bereits 1950 beschlossen bei öffentlichen Bauvorhaben einen bestimmten Prozentsatz der Bausumme für die Realisierung von Kunst am Bau einzusetzen. In der BRD wurden dafür als demokratisches Auswahlverfahren Kunst-am-Bau-Wettbewerbe umgesetzt, deren Durchführung in einem Leitfaden bis heute geregelt wird und zur Kunst- und Künstler/-innenförderung beiträgt. Nach der Wiedervereinigung wurde diese Praxis auch in den neuen Bundesländern eingeführt. In Frankfurt (Oder) entstanden in den späten 1990er-Jahren und frühen 2000er-Jahren sowohl an Neubauten, als auch bei Sanierungen und Platzgestaltungen neue Kunstwerke, um diesen Standorten mit aktuellen künstlerischen Auseinandersetzungen einen individuellen Charakter zu verleihen, sie im Sinne der Baukultur gestalterisch aufzuwerten und deren Aufenthaltsqualität zu steigern. Dadurch wird nicht nur die Identifikation mit einem Ort erhöht, sondern auch die Aussage eines Gebäudes oder Stadtraums unterstützt und das kulturelle Selbstverständnis einer Stadt zum Ausdruck gebracht. Die Kunst geht dabei eine enge Verbindung mit dem Gebäude oder dem Stadtraum ein, indem es sich mit deren Architektur und Bedeutung auseinandersetzt.
Kunst-am-Bau-Wettbewerbe sind als Auftragskunst ein wesentliches Element der demokratischen Kultur, da es die Beteiligung mehrerer Künstler/-innen sowie künstlerischer Ausdrucksformen ermöglicht. Bei der Umsetzung eines solchen Verfahrens sind verschiedene Akteure, wie Bauherr/-innen, Bauverwaltungen, Architekt/-innen, Fachgremien und Kunstwissenschaftler/-innen beteiligt, so dass unterschiedliche Interessen hinsichtlich der Kunst, Architektur und Stadtplanung berücksichtigt werden. Das zu realisierende Kunstwerk geht dabei auf den Standort, die Architektur, die Geschichte und Nutzung des Gebäudes sowie die Nutzer/-innen des Gebäudes ein. Dadurch hat es die Möglichkeit nicht nur eine Applikation zum Gebäude zu werden. Stattdessen tragen inhaltlich ausgearbeitete, künstlerische Konzepte zu einer übergreifenden ästhetischen Auseinandersetzung bei, die dabei auf aktuelle Themen Bezug nimmt und mitunter auch die Beteiligung durch die Nutzer/-innen ermöglicht. Der Entwicklung eines Kunstwerks wird dabei künstlerische Freiheit gegeben, in dem z.B. Materialien oder Kunstformen frei gewählt werden können. In der Regel ist die Realisierung solcher Kunstwerke auf Dauerhaftigkeit angelegt, aber auch temporäre Kunstwerke sind möglich.
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Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Büste
Nanette Ghantus, 1992 Mehr
© Magdalena Scherer
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Europa-Skultur "Symbiose"
Udo G. Cordes, 1996/2003 Mehr
© Kulturbüro
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Phönix
Roland Rother, 1998 Mehr
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Flutstein
Keramikwerkstatt der Gronenfelder Werkstätten, 1998 Mehr
© Kulturbüro
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Mobile
Jürgen Hartmann/Harald K. Schulze, 1997 Mehr
© Ralf Dylanski
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Gotische Stele
Jürgen Hartmann und Harald K. Schulze, 2002 Mehr
© Kulturbüro
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Stehender Knoten
Egidius Knops, 1999 Mehr
© Kulturbüro
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Stuhl
Eberhard Krüger, 1995 Mehr
© Magdalena Scherer
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Tricon
Jürgen Hartmann/Harald K. Schulze, 1995 Mehr
© Kulturbüro
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Mahnmal für den Frieden
Christian Roehl, 1998 Mehr
© Ralf Dylanski
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Mahntafel Neues Forum
Peter Sottmeier, 1990 Mehr
© Kulturbüro
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Sprachlos
Rainer Fürstenberg, unbekannt Mehr
Rainer Fürstenberg © Kulturbüro
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Wer sucht, der findet
Patricia Pisani, 2024 Mehr
© Kulturbüro
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Das Wesen der Arbeit - gestern, heute, morgen
Helge Leiberg, 2025 Mehr
© Kulturbüro
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Der Osten soll leuchten (Comicbrunnen)
Michael Fischer-Art, 2000 Mehr
© Kulturbüro
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Sieben Gedenktafeln 1989
Peter Sottmeier/Lothar Tanzyna, 2000 Mehr
© Heidi Gohde
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Trinkbrunnen Sieben Raben
Horst Engelhardt, 2003 Mehr
© Heidi Gohde
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Besucher
Eckhard Herrmann, 1999/2000 Mehr
Sahra Damus, flickr.com/sahraguate
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Aufstehen - Einfallen
Christian Roehl, 2002 Mehr
© Kulturbüro