»Wie undicht sind doch die Grenzen menschlicher Staaten!«
ATLJAE Kunstvermittlung, 2025
Mural, Stadtbibliothek in Słubice
„Wie undicht sind doch die Grenzen menschlicher Staaten!“ ist eine Zeile der polnischen Literatur-Nobelpreisträgerin Wisława Szymborksa aus ihrem Gedicht „Psalm“. Initiiert vom Frankfurt-Słubicer Kooperationszentrum und gefördert von der Bosch-Stiftung setzte die ATLJAE Kunstvermittlung das Mural an der Słubicer Stadtbibliothek um. Das Gedicht wurde dabei vom stellvertretenden Słubicer Bürgermeister Tomasz Stefanski ausgewählt. Zuvor fand ein Workshop zur Geschichte und Psychologie von Graffiti, zur Prävention und den rechtlichen Grundlagen statt. Umgesetzt wurde das Mural von 15 professionellen Graffiti-Artists aus drei Generationen, Freiwilligen beider Städte und Schüler/-innen einer Eisenhüttenstädter Schule, die Stencils für Ameisen und Pilze gestaltet haben. Die Ameisen und Pilze umgeben einen auf einem Schlagbaum sitzenden Spatz, der die menschengemachten Grenzen nicht kennt und zugleich in beiden Ländern sitzt.