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ZEITRÄUME II


Als einer der historischsten Orte von Frankfurt (Oder) entwickelte sich die Große Scharrnstraße ...

Als einer der historischsten Orte von Frankfurt (Oder) entwickelte sich die Große Scharrnstraße in den 1960er-Jahren von einer belebten Handelsstraße, die sie vor den Zerstörungen während des Zweiten Weltkrieges war, zu einer beruhigten Wohngegend. Im Zuge der Nachverdichtung sollte das historische Antlitz der Straße und seine Funktion nachempfunden werden. Der architektonische Umbau sollte durch Kunstwerke unterstrichen werden, die die Geschichte der Stadt im Allgemeinen und die des Messelebens im Konkreten zum Thema haben. So stand die Große Scharrnstraße symbolisch für Frankfurt (Oder) als Messestadt.

Das Thema „Geschichte und Messe“ als Leitmotiv hält eine Vielzahl an Kunstwerken in der Großen Scharrnstraße thematisch zusammen. Die einzelnen Künstler:innen setzen es mit eigenen Interpretationen unterschiedlich um. Neben Kunstwerken, die figürlich nicht nur das Messeleben darstellen, finden sich Kunstwerke, die dem Thema „Messe“ eine persönliche Note verleihen. Andere Kunstwerke haben dagegen dekorativ-funktionale Funktionen oder wenden sich komplett von dem Thema ab.

In der DDR war es nicht unüblich, einem städtebaulichen Ensemble übergeordnete Themen für die Gestaltung zuzuordnen. Solche zentralen Themenvorgaben hielt der Aufraggeber in sogenannten Bildkunstkonzeptionen fest. Letztere enthielten ausführliche Informationen zu einzelnen Kunstwerken, teilweise hierarchisch nach der Bedeutung des städtebaulichen Raumes angeordnet.







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