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GESTALTUNGSRÄUME


DIE GROSSE SCHARRNSTRASSE IM WANDEL DER ÖFFENTLICHEN WAHRNEHMUNG

In den vergangenen Jahrzehnten war die Große Scharrnstraße immer wieder Thema in der Presse. Vor allem der Umbau des Stadtraums in den späten 1980er-Jahren zog ein reges mediales Echo nach sich. Zahlreiche Artikel heben den neuen Wohnstandard und die außergewöhnliche Kunstdichte hervor. Doch bereits kurz nach der Wende ließ das Interesse an der Straße nach. In der öffentlichen Wahrnehmung machte sich bemerkbar, dass das Konzept der lebhaften Flaniermeile nicht aufging. Ab den 2000er-Jahren stand die Wiederbelebung der Straße im Rahmen der Stadtentwicklung vereinzelt zur Debatte.
Doch erst in den 2010er-Jahren etablierte sich die Straße zunehmend zu einem Freiraum für (studentische) Initiativen sowie zu einer Kulisse von Veranstaltungen. Dabei wurden auch die zahlreichen Kunstwerke stärker in den Blick genommen. Ein frühes Beispiel der Auseinandersetzung mit der Kunst ist das Projekt “Kunst-Recycling" aus dem Jahr 2001, das den beschädigten Uhrturm in den Mittelpunkt der künstlerischen Auseinandersetzung stellt. 2010 entstand der Dokumentarfilm “Zu Friedenszeiten wurde hier gebaut” von Janine Halka und Johann Scharfe. Für das Kunstfestival ART | an der Grenze | na granicy erzählten Künstler:innen in zwei Führungen von ihren Werken.
Im Rahmen des an der Viadrina angebotenen zweiteiligen Seminars von Prof. Dr. Paul Zalewski, arbeiteten Studierende diese Werke schließlich mithilfe von Interviews wissenschaftlich auf. Die Ergebnisse des Seminars mündeten in einer eigenen Webseite sowie dieser Ausstellung.



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